Gespielt 04.-10.03.2019: Mythotopia

Was hast du gespielt? Wie hat es dir gefallen? Was war gut? Was nicht so doll? Schreib es hier ins Forum. In der Kurzform oder auch gerne ausführlich und unbedingt gnadenlos ehrlich.
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Jimmy_Dean
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Gespielt 04.-10.03.2019: Mythotopia

#1 Post by Jimmy_Dean » 10. Mar 2019, 11:53

Hallo zusammen,

mal schauen, ob man das Forum wiederbeleben kann;-)

Wir haben diese Woche "Mythotopia" von Martin Wallace gespielt. Ein tolles Spiel, was meiner Meinung nach oft zerrissen wurde. Warum eigentlich? Viele Spieler scheinen das Spiel auch nicht verstanden zu haben, wenn ich so einige Rezis durchgelesen habe.

Martin hat es hier wieder geschafft, den Deckbaumechanismus von "A few Acres of Snow" in einer Mehrspielervariante unterzubringen. Das ist ihm gut gelungen. Die variablen Siegbedingungen anhand zufällig gezogener Karten, gefiel uns richtig gut und man muss seine Strategie und sein Deck diesen Siegbedingungen anpassen. Wer das nicht tut, geht unter oder hat das Spiel nicht verstanden.
Besonder gut gefiel uns auch, dass man als Spieler das Spielende verkürzen oder verlängern kann, indem man die Bedingungen der Siegpunktekarten erfüllt. Cool gemacht. Allerdings scheinen viele Spieler in ihren Bewertungen genau das nicht verstanden zu haben. Die zu erwerbenden Karten für sein eigenes Deck fanden wir auch gut. Da sind einige schöne Kombos möglich. Allerdings ist keine der Karten so stark, dass das Spielende dadurch beeinflusst werden kann. So ein Blödsinn musste ich auch schon lesen. Krass. Bei uns sind auch einige Karten übrig geblieben im Pool. Die Strategie, sein Deck dünn zu halten und alles rauszuwerfen, was Ballast ist, ist nach wie vor reizvoll und nervenaufreibend zugleich.

Das Spielende, das von vielen als unausgegoren beschrieben wird, haben wir ebenso nicht erlebt. Wir fanden das Spielende klar definiert und gut. Der Spannungsbogen war da und zwei Spieler hatten gute Chancen, das Spiel zu beenden. Aber hier zeigt sich einfach, wer der bessere Stratege ist. Mit Glück oder Unglück hat das alles nix zu tun.

Wir vier fanden das Spiel richtig gut und vergeben eine 8 von 10:-) Kommt wieder auf den Tisch. Allerdings nur in der Deluxevariante aufgrund der besseren Übersichtlichkeit. Genau die geht nämlich aufgrund der vielen Plättchen in der Standardausgabe verloren.

Martin Wallace hat den Deckbaumechanismus von Dominion erfolgreich weiterentwickelt und sowohl bei "A few acres of Snow" als auch bei "Mythotopia" ist ihm dies zweifellos gelungen. Wir können nur jedem empfehlen, sich das Spiel zuzulegen. Das Spiel wird mittlerweile bei einigen Händlern verramscht. Da würde ich direkt zugreifen,-)

Was sind eure Meinungen dazu?

Gruß
Marc

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ode
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Re: Gespielt 04.-10.03.2019: Mythotopia

#2 Post by ode » 10. Mar 2019, 20:58

Ich hatte das Spiel mal von einem Freund ausgeliehen. Nach Regellektüre hab ich es ihm ungespielt wieder zurück gegeben. Nichts an der Lektüre hat mich gereizt. Thematisch nicht mein Ding. Ich sah keinen Grund damit Lebenszeit zu verbringen. Afaos fand ich richtig gut. Auch, wenn Atti mich bei Yucata mit dem Halifax-Hammer mal total verhauen hat... :lol:

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Attila
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Re: Gespielt 04.-10.03.2019: Mythotopia

#3 Post by Attila » 12. Mar 2019, 12:35

Hi,

Oh - Mythopia. Cool!

AfaoS finde ich immer noch grossartig. Halifax hin und Hammer her.
Zu Mythopia kann ich leider nix sagen, aber ich hätte keine Probleme damit meine Lebenszeit zu verbringen. :-)

Das letzt "Dominion" wasich gespielt hab was Tyrannen des Unterreichs letzten Freitag. Also das brauch ich echt nicht mehr. Das ist zwar nicht 100% Dominion, aber viel zu Ähnlich für meinen Geschmack. Klar, dadurch das es zwei "Währungen" gibt (Kampf / Geld) hat es was, aber ich fand es total langweilig. Zu 2 ist das ggf. wirklich ganz gut, weil viel flotter gespielt. Aber zu 4 empfand ich es als Qual, weil viel zu simpel und geradlinig.

Atti

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Jimmy_Dean
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Re: Gespielt 04.-10.03.2019: Mythotopia

#4 Post by Jimmy_Dean » 18. Mar 2019, 15:25

@ode Interessante Meinung. Ich kann mir nach der Regellektüre meistens noch kein Bild vom Spiel, sprich Spielspaß, machen. Wenn ich nur an Tadsch Mahal denke von Knizia. Da habe ich nach dem Regellesen den Eindruck gehabt, es sein irgendwie alles mit allem verwoben. Wo ist da der Spaß? Bei einer Partie kam dieser dann. Auch heute noch ein tolles Spiel. Meiner Meinung nach zumindest,-) Aber wenn du Autor bist, hast du da vielleicht ein besseres Händchen für als ich;-)

Was Mythotopia angeht: Ich fand das Spiel erfrischend gut. Aber es muss ja auch nicht jedem jedes Spiel gefallen;-)

@Attila

Ich habe, Gott sei Dank, nie den "Hammer" bei "A few acres of Snow" nachgelesen, so dass ich jede Partie aufs Neue genießen kann mit meinen Spielpartnern. Auch wenn es meist nur 3-4 Partien im Jahr sind. Verdammt, zu wenig Zeit und zu viele gute Spiele,-)

Dein Kommentar zu "Tyrannen des Unterreichs" hat mich ja etwas geschockt, da ich das Ding auch bei mir rumliegen habe, ovp, und hatte hohe Erwartungen an das Spiel:-( Anspielen werde ich es wohl trotzdem.

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Attila
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Re: Gespielt 04.-10.03.2019: Mythotopia

#5 Post by Attila » 31. Mar 2019, 20:21

Hi,
Attila wrote:
12. Mar 2019, 12:35
Dein Kommentar zu "Tyrannen des Unterreichs" hat mich ja etwas geschockt,
Wer Dominion mag, wird das Ding auch mögen ... ich würde Tyrannen glaube ich sogar Dominion vorziehen, aber ich finde es echt total lahm und langweilig.

Atti

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