Gespielt: 15.10. - 21.10.2018

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ode
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Gespielt: 15.10. - 21.10.2018

#1 Beitrag von ode » 15. Okt 2018, 08:17

Wir haben in zwei weiteren Partien Carpe Diem weiter erforscht. Spiel gefällt mir ungebrochen sehr gut. Eine Sache stört mich auf ganz hohem Niveau: Das Umtauschen von Waren in Geld ist immer sinnvoll und mechanisch für die zufälligen Wertungskategorien auch notwendig. Es braucht halt einen Joker, damit die Wertungen so extrem zufällig sein können. Mechanisch okay allerdings fühlt es sich nach Gleichmacherei an. Grundsätzlich scheint es mir recht egal, was für Warren ich produziere. Am Ende mache ich doch alles zu Geld. Mag sein, dass dies ein 2er-Ding ist und man im 3er oder 4er viel schwerer an die Tauschgebäude kommt? Dann gibt es mit Brot einen weiteren Joker, mit dem ich einfach alles werten kann. Schwerer zu bekommen. Trotzdem hat meine Frau gestern in einer Wertung 12 Brot in 32 Punkte getauscht, weil sie es für eine 8 SP-Karte rausgehauen hat. Eine Beschränkung für so was hab ich in der Regel nicht gefunden oder brutal überlesen. Die Regel offenbart meiner Ansicht auch ein paar kleinere Schwächen. Und etwas ärgerlich ist auch die verpatze Symbolik für die Villenwertung auf der Spielhilfe. Aber wenn man es einmal weiß, dann weiß man es ja...

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ode
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Re: Gespielt: 15.10. - 21.10.2018

#2 Beitrag von ode » 19. Okt 2018, 10:44

Und gestern konnte ich bei einem Freund Coimbra kennenlernen! Das ist wirklich ein tolles Spiel! Erstmal hat es eine fantastische Gestaltung, die wirklich mal heraussticht! Ungewöhnlich und sehr hübsch! Es wird allerdings recht bunt.

Das liegt auch daran, dass hier insgesamt 4 wichtige Farben im Spiel sind: 4 Spielefarben und noch 4 weitere Würfelfarben. Und die Farben der Würfel ziehen sich auch durch das komplette Spiel. Denn es gibt Karten in den 4 Farben und Skalen in den 4 Farben. Und im Kern dreht sich das Spiel darum diese Skalen zu beeinflussen. Das erinnert mich in der Systematik ein wenig an Solarius Mission, aber natürlich sind es zwei komplett verschiedene Spiele.

Coimbra ist ein Würfeleinsetzspiel. Man wählt einen Würfel aus dem Pool und hat eine nette Würfelhalterung in der eigenen Spielefarbe um den Würfel als zu sich gehörig auf eins der 4 Einsetzfelder zu setzen. Dort soll der Würfel später in der Auslösephase, nachdem alle Spieler bis zu drei Würfel platziert haben, entweder ein Gunstplättchen oder eine Karte erwerben. Hierbei spielt der Wert des Würfels eine Rolle. Bei den Karten gilt: Hoher Würfelwert darf zuerst auswählen - muss aber auch bezahlt werden. Setze ich also eine 6 ein, kann ich ziemlich sicher zuerst wählen - muss aber auch 6 Münzen für die Karte bezahlen. Der Würfel, den ich auswähle, hat dabei 3 Bedeutungen. Sein Wert bestimmt sowohl die Zugreihenfolge innerhalb des Einsetzfeldes als auch den Preis der Karte - später aktiviere ich in der Einkommensphase mit dem Würfel die der Würfelfarbe entsprechende Einkommensskala. Die Würfelauswahl, die einem Würfeldraft gleich kommt, ist also verzwickt, da sich die Wahl auf mehrere Komponenten bezieht. Später hat man dann auch noch Karten, die auf die Würfelwahl eingehen. Da bekommt man dann Boni für bestimmte Farben, etc.

Das Spiel ist supermechanisch! Klassischer Euro. Und die erste Partie hat mir sehr, sehr gut gefallen. Aber dadurch, dass die Würfelwahl so wichtig ist, ist das Spiel anfällig für Downtime.

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