Gespielt: 30.07.2018 – 05.08.2018

Was hast du gespielt? Wie hat es dir gefallen? Was war gut? Was nicht so doll? Schreib es hier ins Forum. In der Kurzform oder auch gerne ausführlich und unbedingt gnadenlos ehrlich.
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Attila
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Gespielt: 30.07.2018 – 05.08.2018

#1 Beitrag von Attila » 31. Jul 2018, 09:23

Hi,

Kurz vor Monatsende startet die Woche spielerisch etwas unterentwickelt:

- Furcht von 2F ist genau so wie der Name befürchten lässt: fürchterlich. Einerseits kann man es gefällig runter spielen, aber andererseits spielt man es auch einfach vor sich hin. Man zieht ne Karte oder spielt eine, oft unterliegt diese Entscheidung dem Zwang nicht sofort verlieren zu wollen. Ab und an ändert sich ne Sonderregel und das war es auch schon. Wirklich "spielen" kann man hier gar nicht, man wird hier total gespielt. Von daher frage ich mich was der Spielreiz sein soll. Das ist nicht völlig schlecht, aber Ziel- und Seelenlos. Muss ich nicht wirklich haben. (Und wir haben Furcht einmal komplett in einem Rutsch durchgespielt (ca. 15 Partien)).

- Gier von Amigo - konnte das leider auch nicht besser machen. Auch hier wird man stark gespielt und dar Spielmechanisch dazu auch noch "arbeiten". Ständig mischt man seine Karten ohne selbst am Spiel direkt teilzunehmen. Das "Can't Stop"-Element ist dazu sehr schwach ausgeprägt und kann das Spiel einfach nicht tragen. Es baut sich überhaupt keine Spannung auf (die Furch konnte man ja noch etwas mitfiebern, auch wenn man nicht gezielt spielen kann, kann man hoffen das jemand verliert während man gerade hohe Karten auf der Hand hat) und plätschert vollkommen dahin.

Das geht besser, aber auch mit schlechten Spielen kann man Spaß haben wenn man sich drauf einlässt.

Mal schauen was es heute gibt, ein 4X Proto der demnächst erscheint. Da bin ich gespannt. Ich weiss selbst noch nix darüber (hab noch nichtmal in die Regeln geschaut :o ), aber da kommt sicher jemand der mir das besser erklären kann als die Regel geschrieben ist. :-)

Atti

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ode
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Re: Gespielt: 30.07.2018 – 05.08.2018

#2 Beitrag von ode » 31. Jul 2018, 12:01

Attila hat geschrieben:
31. Jul 2018, 09:23
Einerseits kann man es gefällig runter spielen, aber andererseits spielt man es auch einfach vor sich hin. Man zieht ne Karte oder spielt eine, oft unterliegt diese Entscheidung dem Zwang nicht sofort verlieren zu wollen. Ab und an ändert sich ne Sonderregel und das war es auch schon. Wirklich "spielen" kann man hier gar nicht, man wird hier total gespielt. Von daher frage ich mich was der Spielreiz sein soll.
Genau das hab ich damals auch von Freitag gedacht. Entscheidungen trifft man da zwar, aber man entscheidet sich für Karte 1 oder Karte 1b. Die sind sich alle so ähnlich, dass es am Ende eh alles beim gleichen raus kommt. Oft entscheidet man auch nicht, welche Karte man nimmt, sondern muss ja überleben und dann gibt es eben oft keine Wahl.

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Attila
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Re: Gespielt: 30.07.2018 – 05.08.2018

#3 Beitrag von Attila » 31. Jul 2018, 21:25

Hi,

So dann ist auf dem Monat Juli dann auch der Deckel drauf:

Wie geplant gab es Galactic Era von Channing Jones ( mehr zum Spiel, Regeln, etc hier: http://cjgames.com). Ich bin kein Proto-Spieler. Ich mag Protos nicht, ich will kein Testkaninchen für unausgegorene Spiele sein. Aber manchmal gehört auch das dazu. Aber wie der Zufall es will, ist das Spiel schon ziemlich weit entwickelt und von den Kernmechanismen sehe ich auch nichts an was man noch gross arbeiten muss. Sicher wird es noch etwas feinschliff geben, aber im ganzen funktioniert das Spiel schon ziemlich rund. Ein typisches "4X"(was eigentlich ein 3X ist, wie auch fast alle 4X Spiele), mit Euromechanismen und Fog of War (der mich jetzt nicht so begeistert - für mich würde es ohne das Element nicht schlechter sein, sondern besser weil weniger "Fummelei" (Fog of War hat halt seinen "Preis")). EIne rel. geradliniges Action-Selection System mit Technologien und "Ausbreitung im Weltraum" als Thema. Kann man *sehr* kompetetiv Spielen. Ich habe das gleich mal ausprobiert und in einer 3 Personen-Partie in Runde 3 gleich beiden anderen den Krieg erklärt - das war auch gar nicht ganz schlecht, bis zur letzten Runde sah das auch gut aus, aber in der letzten haben Autor und Redakteur sich dann quasi verbündet um mich einzuholen ... ganz so schlecht kann das also nicht gewesen sein, was ich da ausprobiert habe. Ich bin mir sicher, etwas optimiert ist das u.U. auch ein Spielsieg drin. (In vielen 4X Spielen werden aggressive Spielweisen ja bestraft). Definitiv ein Pluspunkt, das die Spieler nicht an eine virtuelle "Kette" gelegt werden, die das Spiel vorgibt, sondern man sehr viele Freiheiten hat (was natürlich am Anfang dazu führt, das man ggf. "irgendwas" macht und die Lernkurve recht steil ist. Die ersten Partien zahlt man Lehrgeld (wie ich selbst bemerkt habe :-) ).

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt wie es damit weiter geht.

Mal schauen was der August so alles schönes auf den Tisch bringt.

Atti

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Attila
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Re: Gespielt: 30.07.2018 – 05.08.2018

#4 Beitrag von Attila » 3. Aug 2018, 17:53

Hi,

So, der August hat auch schon bald 3 Tage auf dem Buckel und sogar wider erwarten einiges auf den Tisch gebracht:

- Attribut von Lookout, in einer 4er Runde noch fast zu wenig, aber doch sehr spassig. Schön das mal wieder gespielt zu haben. Hoffentlich jetzt öfter mal wieder "zwischendurch".

- Mysterium von Asmodee wir mögen es alle nach wie vor. Sowohl rätseln was der Geist mir "sagen will" als auch als Geist ... einfach immer wieder schön.

- Kubb - bei brütender Hitze 2 Partien - da soll einer sagen man wird nicht braun beim Spielen. :-)

- Age of Towers - drei Partien mit 1, 2 und 3 Leuten. Das Spiel ist fast genau wie ich es erwartet habe und bin absolut zufrieden damit. Kein Strategieknüller, aber doch sehr spassig. Speziell wenn man sich gegenseitig die wichtigen Gebäude wegknallt. :-)

Da geht noch was ...

Atti

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Re: Gespielt: 30.07.2018 – 05.08.2018

#5 Beitrag von Attila » 6. Aug 2018, 10:44

Hi,

Wach erste August Wochenende brachte das ein oder andere auf den Tisch:

- Rise of Tribes - kein Civ-Spiel, aber quasi ein Anfang davon. Man versucht mehr oder weniger friedlich miteinander seine Archievement durch zu bekommen und Dörfer zu errichten um als erster Stamm 15 Siegpunkte zu bekommen. Dat ist opulent vom Material aufgemacht und durch das "Würfelgedächtnis" sogar echt interessant. Auf den 4 möglichen Aktionen werden die Würfel abgelegt, so das immer 3 Würfel dort liegen (legt man einen rein, "fällt" auch direkt einer raus). Sind Symbole dann doppelt vorhanden gibt es entweder nen Bonus oder nen Malus auf der Aktion. Die 4 Aktionen sind Genre-Typsich: Bewegen, Vermehren, Sammeln und Entwickeln und entsprechend knackig ausgeführt. Anfang ist man eher im friedlichen Wettstreit, mit steigender Bevölkerung wird das ganze aber agressiver, da jedes Gebiet nur 5 Stammesangehöriger beherbert. Sind es mehr, wird gleichzeitig "abgerüstet" bis es halt max. 5 sind. Punkt gibt es über Entwicklungen (1 identisches Kartendeck pro Spieler) oder Dörfer (bringen Punkte pro Runde). Das baut man mit Ressourcen die man sammelt. Nichts spektakuläres, aber durchaus interessant. Zumal ich auch nur das Basisspiel gelesen und gespielt habe.

- Roll Player - hat was von Sagrada, ist aber einerseits verkopfter, da man ständig am schauen ist, ob die Würfelsumme in jeder Zeile "passt", andererseits ist ist Auswahl der Würfelfarbe nicht so interessant. Es gibt 6 Würfel die sollten "passen", der Rest ist auch eher zweitrangig (gibt manche Traits die sich darauf beziehen). Im Gegenzug hat man durch Karten und das setzen der Würfel Manipulationsaktionen auf die bereits gesetzten Würfel. Insgesamt als "aufgeblähtes" Sagrada, gat es uns gut gefallen, auch wenn es nicht mehr die spielerische Leichtigkeit von Sagrada hat. Es gibt halt sehr viele Kleinigkeiten zu beachten. Bei uns ist es durch die Bank gut bis sehr gut angekommen. (Genau so wie Sagrada)

- Century - Die Gewürzstrasse - so richtig werde ich nicht warm mit dem Spiel. Es reicht halt nicht einen Mechanismus zu bauen und dann "Spiel" drauszustempeln. Der Mechanismus ist an sich gar nicht schlecht, aber das fühlt sich für mich irgendwie zu gewollt reduziert an. Das zweite Spiel sollte nun zeigen vohin der hase läuft, denn drauf folge gleich mal ...

- Century - östliche Wunder - im Grunde hat man hier das gleiche Spiel, nur hat man auch einen Spielplan auf dem man miteinander interagiert. Anstatt der Handkarten sind die Aktionen auf den Spielfeldern und man schippert durch die Gegend, handelt sich einen Wolf und erfüllt Aufträge (dazu muss man in Häfen fahren). Das hat mir wirklich gut gefallen. Obwohl es rein vom Mechanismus eigentlich das gleiche Spiel ist, bringt der Plan auf dem die Spieler interagieren den fehlenden Reiz ins Spiel. Die "Tauschkombos" haben "Distanzen" und die Anwesenheit anderer Spieler auf den Aktionen verursacht kosten. Das Spielende ist, wie auch bei Century 1, etwas abrupt wer "aus macht", gewinnt in aller Regel das Spiel. In den seltenen Fällen wo das nicht passiert, wird man trotzdem das Spiel beenden, weil man eh nicht mehr aufholen kann. Dann muss man halt insgesamt besser Handeln, das ist vollkommen ok; nur halt etwas plötzlich. Spielt man die Spiele "zusammen", merkt man wo der Hase herkommt - die Handelskarten aus 1 stellen nun weitere Möglichkeiten dar (das fehlende Element wird im zweiten Standalone-Spiel mit einer "Dummy"-Aktion "2x Gelb nehmen" ersetzt. Dadurch werden die Aktionen auf den Gebietsplättchen durch Aktionen der Karten ergänzt. Ob es das Spiel dann besser macht? - k.A. muss ich erst ausprobieren, ich habe aber Zweifel.

- Watson & Holmes - mit grosser Vorfreude habe ich dieses Spiel erwartet und ... bin sogar doppelt enttäuscht. Einerseits ist das "kompetetive lösen von Fällen" nicht wirklich ausgegoren. Jeder liesst vor sich hin und niemand kommuniziert mit dem anderen. Es gibt auch keinen Grund dafür. Die zweite Enttäuschung (nach 2 Fällen), ist wie die Fälle "konstruiert" sind - das ist für meinen Geschmack teilweise doch sehr dünn und daher unbefriedigend. Das zusammen (wir haben zu 4 gespielt), ist nicht wirklich das Spielerlebnis was ich mir erhofft hatte. Da ist das klassische Kriminal-Kabinett um längen besser. Theoretisch kann man mit etwas glück und Mut zur Lücke nach 3 Karten den Fall lösen, während die anderen quasi noch nichts substantielles Wissen. Und das soll mit 7 Leuten spielbar sein? Ähm, sorry. Im Leben nicht. Ich denke wir werden die restlichen Fälle zu zweit gemeinsam angehen.

Atti

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Re: Gespielt: 30.07.2018 – 05.08.2018

#6 Beitrag von ode » 7. Aug 2018, 15:29

Mir hat Roll Player damals deutlich besser gefallen als Sagrada, dessen Spieltiefe aus meiner Sicht so redundant war, dass ich keine Lust hatte, es noch öfters zu spielen. Und eigentlich bin ich Zielgruppe für diese Art Spiel. Aber ich würde es doch gern nochmal ausprobieren.

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