Gespielt: 16.07.2018-22.07.2018

Was hast du gespielt? Wie hat es dir gefallen? Was war gut? Was nicht so doll? Schreib es hier ins Forum. In der Kurzform oder auch gerne ausführlich und unbedingt gnadenlos ehrlich.
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#1 Beitrag von ode » 16. Jul 2018, 09:43

Dann fang ich mal wieder den nächsten Wochenthread an und kann über unseren Spielesonntag berichten.

Neben den üblichen Verdächtigen wie Noch mal!, Twenty One und unserem absoluten Dauerbrenner NMBR9 als kleine Spiele für Zwischendurch, hatten wir die Gelegenheit mein frisch eingetauschtes Lisboa zu spielen.

Ich kannte das Spiel schon und hatte nun die Aufgabe es meiner Frau zu erklären, was locker mal ne Stunde gedauert hat. Krasses MEchanik-Monster mit vielen Details. Spielzeit zu zweit lag dann auch bei satten 2 Stunden. Ich muss sagen, dass mir das Spiel nach anfänglicher Skepsis immer besser gefällt. Es hat zwar an allen Ecken und Enden noch wieder eine Regel und noch eine Regel und noch ein Element und wenn man den kleinen Klotz vom Tableau runter geschmissen hat, dann hat der auch noch eine Funktion. Das sind so die Punkte, an denen ich anfange mit dem Kopf zu schütteln. Wenn das kleine Häuschen, was ich am Ende der Bauaktion in die Stadt setzen darf, nun auch noch eine kleine Funktion auslöst. Oder ich mit dem kleinen Würfelchen, welches meine Lagervergrößerung freigeschaltet hat, nun auch noch eine weitere Dekretkarte ziehen kann - wenn ich denn dann Dektretkarten ziehen darf... Jeder Spieler eine achtseitige Spielhilfe mit der Erläuterung von über 30 unterschiedlichen Klerusplättchen und fast 80 Dekretkarten. Alter Schwede! Das Schöne ist, dass man diese Hilfe wirklich nach ein paar Partien nicht mehr zu brauchen scheint. Obwohl die Symbolik nicht ganz 100%ig gelungen ist hilft sie dann am Ende doch recht intuitiv zu erkennen, was gemeint ist.

Ich bin noch weit entfernt davon eine Strategie zu erkennen. Ich denke, am Ende muss man eh von allem ein wenig machen. Und Siegpunkte gibt es dann tatsächlich hauptsächlich für den Aufbau der Stadt. Produktion und Verschiffung von Waren scheint mir eher Mittel zum Zweck zu sein. Um entweder die Staatsaktionen zu machen oder Geld für den Prioduktionsaufbau zu generieren.

Obwohl das Spiel recht lange dauert, was jetzt zum Teil aber auch daran lag, dass es komplett neu für meine Frau war, habe ich den Eindruck, dass es nicht lang genug ist. Irgendwie geht es dann doch recht schnell mit den Klötzchen auf dem eigenen Tableau. Am Anfang nicht schnell genug, zum Ende hin zu schnell. Alles in allem: Cooles Spiel! Freue mich, es bald weiter zu erkunden!

Den Tag rund machte eine Partie Race to the New Found Land. Das gefällt uns als gehobenes Familienspiel wirklich gut, wobei wir die Planungsphase an unseren eigenen Spielrhythmus angepasst haben. Müsste ich das Spiel so spielen, wie die Regeln es vorsehen, würde wir das nicht oft spielen, da bin ich sicher. Insgesamt finde ich die Aktionsmechanik etwas fad. An der Stelle hätte man das Spiel vielleicht weiter entschlacken können. Was mich daran überzeugt sind die einzelnen Elemente, die man steuert. Aber nicht, wie man sie steuert. Darüber hinaus meine ich eine kleine Unwucht im Spiel zu erkennen. Das beliefern der Aufträge in den Städten scheint weniger lukrativ als die Inseln auszubauen. Zumindest im 2er... Ist aber erstmal nur ein Gefühl. Kann hier nicht mit harten Fakten dienen.

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Re: Gespielt: 16.07.2018-22.07.2018

#2 Beitrag von ode » 16. Jul 2018, 22:27

Neben den üblichen Verdächtigen für einen ruhigen Gartenabend - dieses Mal Noch mal! und NMBR9 - haben wir eine zweite Partie Krieg der Knöpfe probiert. Wieder zu zweit und es kristallisiert sich heraus, dass die 2er-Besetzung nicht optimal mit. Ohne Spielfehler wäre nach Runde 2 Schluss gewesen. Das ist schon etwas mager. Sterne sind keine wirkliche Alternative zum Hüttenbau. Vielleicht situativ, aber es lohnt sich nicht Kraft darein zu verschwenden, es sei denn als Tie-Breaker.

Die Mischung aus total seicht und knüppelhart ist interessant und mal was anderes. Stelle ich mir aber besonders ab der 3er-Konstellation besonders reizvoll vor. Denn zu zweit fehlt mir noch ein wenig die Würze...

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Attila
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#3 Beitrag von Attila » 17. Jul 2018, 10:01

Hi,

Solange der Keller bewohnt ist, ist das WE nicht zu Ende. Deswegen einen genialen S&S Tag (Sword & Sorcery) dran gehängt und Szenario 5 - 7 geschafft. Der Wiedereinstig in Sz 5 hat etwas länger gedauert, zumal wir auch mit fortschreitendem Spiel immer mehr die Hoffnung verloren hatten es zu schaffen und Mental schon beim zweiten Versuch waren und auch nicht 100% überzeugt von einer Entscheidung in einer Hütte im Wald waren.... aber nach 5 Stunden hartem Überlebenskampf war die Stadt dann wieder erreicht. In der Stadt angekommen, durften wir diese Direkt verteidigen, was sich anfangs als einfache Aufgabe darstellte änderte sich ein Troll vor dem Haupttor auftauchte. "Was immer durch dieses Tor kommt, wir sind die Stadtwache!" - nach einem zähen Kampf, haben wir den Troll dann zu Boden gerungen ... um zuzuschauen, das er wieder Aufsteht und noch wütender und stärker ist. Also nicht nachlassen, Männer. "Wir sind die Stadtwache!" - die Bewohner der Stadt haben uns derweilen mit Feuer & Öl versorgt (nein, nicht um Pommes zu frittieren) so das nach gut 3 Stunden der Angriff auch die Stadt zurückgeschlagen wurden. Das der "Trollvorfall" mit dunkler Magie zu tun haben muss, hat uns dann dazu veranlasst dem nachzugehen. Den vermeindlichen Verursacher konnten wir schnell aufspüren, uns der Wachen entledigen und ihn dann auch stellen und besiegen. In lockeren 90 Minuten war das dann erledigt, der Frieden vorerst wieder hergestellt. Aber irgendjemand muss hinter dem ganzen Stecken. Mal sehen wie das weiter geht.
Für mich ein echt gelungener Crawler. Klar am Ende ist es "Monsterkloppen", aber man hat auch gewisse Freiheiten und es gibt auch unterschiedliche Wege die die Story einschlagen kann (nein, mann muss nicht jeden Angreifen in dessen Haus man gerade willkommen geheissen wurde. Kann man aber. :lol: ).

Jemand postete neulich ein Foto von einem Spiel auf Twitter, welches im Space Invaders-Stil gestaltet ist. Das hat mit neugierig gemacht, so das ich mir Pocket Invaders kurzerhand via BGG Market organisiert habe und frisch angekommen, wurde es dann auch direkt ausprobiert. Ein schönes taktisches Spiel im Stil klassischer abstrakter Spiele mit gelungener Retro-Grafik. Imo echt gut gelungen, erstaunlich das davon kaum jemand Notiz genommen hat. Das zeigt das viel halt immer noch über "Hypes" geht und nicht über Inhalte. Ich bin echt froh das Spiel durch MissBayBee gefunden zu haben.

Mit Würfelland und Codenames Duett haben wir dann den Deckel drauf gemacht und ein tolles und verlängertes Spiele WE zu Ende gebracht. Leider.

Atti

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#4 Beitrag von MissBayBee » 17. Jul 2018, 10:58

Hallo,

nun ist der Keller leider erstmal nicht mehr von mir bewohnt, aber es geht ja bald an der Mosel weiter.

Besser als mit Sword & Sorcery hätten wir das Wochenende nicht beschließen können. Seit den Estrichferien im Dezember, habe ich nicht mehr einen ganzen Tag von früh bis spät durchgespielt. Die Kampagne lief super, teilweise gefühlt fast zu leicht, sticht das Spiel einem in solchen Momenten gerne einen Dolch in den Rücken. Ich freue mich auf die SideQuest und wäre heute morgen am liebsten geblieben um direkt weiter zu spielen.
S&S macht vieles gleich wie andere Crawler und doch sind es kleine Stellschrauben, die es dann doch zu etwas Besonderem machen. Auch wenn ich mir immer wieder die Frage stelle, ob ich noch einen weiteren Crawler spielen möchte (es ist ja nicht so, als würde noch ganz viel auf mich warten, was gespielt werden will), zeigt mir jede neue Kampagne, die ich spiele, wiederum, dass ich es mag, wieder eine ganz andere Geschichte zu erleben.
Die Absacker, Pocket Invaders, von dem ich immer noch überrascht bin, dass es so wenige kennen, Würfelland und Codenames Duett rundeten den Tag perfekt ab.

Fazit vom Wochenende+: Völlig tiefenentspannt, alles gespielt, was wir uns vorgenommen haben, natürlich trotzdem viel zu wenig gespielt, und sehr viel übers Forum diskutiert. So könnten meine Ferien weiter gehen.

LG
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#5 Beitrag von Jimmy_Dean » 18. Jul 2018, 12:21

Gestern abend wieder 2 Partien "Legenden von Andor" zu viert gespielt. Legende "Angriff der Barbaren" (Neues Abenteuer aus der Bonus-Box) und Legende 3 aus dem Grundspiel. Waren beides sehr unterschiedliche und schöne Abenteuer. Uns vier gefällt das System Andor sehr, meiner anderen Spielegruppe, alles Optiemierspezialisten, gefiel es nicht, mit der Begründung: Zu mechanisch und mathemathisch ausrechenbar. Leider habe ich mit denen vor zwei Wochen mal eine Partie "Age of Steam" gespielt: Ehe der erste Spieler angefangen hat, hat er sich fünf Minuten Bedenkzeit gewünscht für seinen ersten Zug*stöhn*. Mit solchen Spielern machen solche Spiele einfach keinen Spaß:( Schon krass, wie sehr der Spielspaß von den Spielertypen abhängig ist.

Hoffe, das der Teil II und III von Andor sich spielerisch vom Grundspiel unterscheidet. Da wir bisher alle Szenarien beim ersten Anlauf gewonnen haben, besteht kein Interesse daran, die Szenarien nochmals durchzuspielen.

Am Wochenende steht das neue 2-er Spiel "Fort Sumter" (GMT) von Mark Herman an. Bin gespannt:)

Sonnige Grüße
Marc

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#6 Beitrag von MissBayBee » 18. Jul 2018, 12:55

Hallo
Jimmy_Dean hat geschrieben:
18. Jul 2018, 12:21
Hoffe, das der Teil II und III von Andor sich spielerisch vom Grundspiel unterscheidet.
Ja, es kommen in jedem Teil andere Komponenten hinzu. Ist für mich selbst mit über 80 Partien Andor immer wieder spannend.

Zu dem Gewinnen: Erst ab Legende 4 kennst du alle Mechanismen. Alles davor ist Kennenlernspiel...
Die schwersten Legenden für mich bisher, Legende 10 und 14.

Lg Martina
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Re: Gespielt: 16.07.2018-22.07.2018

#7 Beitrag von ode » 19. Jul 2018, 00:12

Wir haben eine weitere Partie Lisboa gewagt. Ich mag das Spiel! Allerdings weiß ich nicht warum. Es hat überall Sonderregeln und ist kompliziert statt komplex. Naja. Es ist auch komplex... Aber so einen einfachen Grundmechanismus und so komplizierte Folgeregeln. Trotzdem spiele ich es mit wachsender Begeisterung. Komisch.

Was ich aber noch nicht gewechselt bekomme: Ich glaube dieses Spiel hat keine Strategien oder Wege es zu spielen. Zumindest nicht verschiedene. Man macht immer das Gleiche. Kein Fokus hier rauf oder dort drauf. Einfach immer durch die Mitte bügeln. Und das möglichst effizient. Mal schauen, wie lange das noch reizt.

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Re: Gespielt: 16.07.2018-22.07.2018

#8 Beitrag von ode » 20. Jul 2018, 23:23

Neben den obligatorischen Gartenpartien von Noch mal!, NMBR9 oder zur Abwechslung auch mal Roll through the Ages hatte ich die Chance bei einem schönen Spieleabend bei nem guten Freund mal wieder was Neues kennen zu lernen.

Zuerst gab es aber ein Partie Krieg der Knöpfe, dieses Mal waren wir aber zu dritt! Der lauwarme Eindruck unserer 2er-Partien wird dem Spiel nicht gerecht! Zu dritt ist es ein wirklich hammergutes Spiel und offenbart seine ganze Klasse! Wow, das hätte ich nicht erwartet!!!Ziemlich intensives und auch interaktives Schachern um die Boni, dazu noch wahnsinnig spannend! Wir waren etwas langsam und haben tatsächlich 75 Minuten gebraucht, aber in der Zeit haben wir uns keine Sekunde gelangweilt! Das Spiel hat mich total überzeugt!

Danach gab es das neue Spiel von meinem Lieblingsitaliener. Seit wir die kleine, blaue Schachtel Oltre Mare 2004 als Impulskauf mitgebracht haben, verfolge ich die Spiele von Emanuele Ornella eigentlich alle. Leider hat er in den letzten Jahren nicht mehr so Kracher dabei gehabt. Aber Spiele wie Oltre Mare, Il Principe oder auch das geniale Assyria haben uns meist begeistert. Daher hab ich mich sehr gefreut Okanagan, 2017 bei Matagot raus gekommen, spielen zu können. Mit Pioneers bei Queen Games hat er ja 2017 schon ein recht gutes Familienspiel vorgelegt. Mit Western-Thema bei dem man Leute in Postkutschen laden muss. Nun also das Plättchenlegespiel um Landschaften und deren Erträge - auch mit Western-Thema!!!

In guter, alter Carcassonne-Manier müssen wir pro Spielzug ein Plättchen legen und eine Figur einsetzen. Dabei gibt es drei verschiedene Figuren. Jede wird ein wenig anders eingesetzt und hat entweder Einfluss auf nur eine der gezeigten Landschaften. Dafür aber viel Einfluss. Oder man setzt auf die Grenze von zwei Landschaften. Nun hat man auf beide Landschaften Einfluss, aber nur mittel. Oder man setzt auf die Grenze aller Landschaften auf dem Plättchen - hat aber nur ganz wenig Einfluss, dafür aber eben auf alle Lanschaften. So entstehen vier verschiedene Landschaftssorten, mal kleiner, mal größer. Und sind sie abgeschlossen, dann wird gewertet.
Unbenannt.JPG
Okanagan in play
Unbenannt.JPG (59.73 KiB) 389 mal betrachtet
Die Wertung ist trickreich. Vergeben werden die Erträge, die innerhalb der Landschaft abgebildet sind. Wer mit seinen Häuschen in der Landschaft den meisten Einfluss hat, darf zuerst zugreifen. Aber: Die schlechteste Position im Einflussranking zu haben ist nicht unbedingt schlecht! Denn der Letzte darf zwar zuletzt zugreifen (und geht evtl. bei der Verteilung der Erträge leer aus), darf aber dafür eine tolle Sonderaktion machen! Und hier kommt ein cooler Aspekt rein: Die Sonderaktionen sind auf der Rückseite der Puzzleplätztchen abgebildet. Und da es drei Nachziehstapel gibt, sind immer bis zu drei Optionen sichtbar. Eine davon darf man machen. Das kann mitunter sehr wertvoll sein. Und dadurch, dass ja auch immer Plättchen nachgezogen werden, verändern sich die Optionen immer im Laufe der Partie. Das ist wirklich nett gemacht!

Ziel ist es die Erträge der Landschaften zu sammeln und sie über Auftragskarten am Ende zu werten. Wer dies am besten hinbekommt wird wohl gewinnen.

Insgesamt kommt das Spiel aber nicht über ein durchschnittliches Fazit raus. Macht Spaß, kann man mal spielen. Ist ein klein wenig ein aufgebohrtes Carcassonne ohne zu komplex zu sein. Ich muss aber sagen, dass ich bei Plättchenlegespielen dieses Komplexitätsgrades immer sehr kritisch bin. Oft frage ich mich, warum ich sie spielen sollte, wenn es doch Carcassonne gibt. CC ist an Schlichtheit und Eleganz und dank zahlreicher Erweiterungen auch an Abwechslung kaum zu übertreffen. Zudem wird es kaum langweilig. Da muss echt schon ein Kracher kommen, bevor ich etwas anderes besser finde.

Als Absacker haben wir uns dann noch auf das niedliche Cat Lady eingelassen. Es gibt verschiedene Kartensorten, die ich sammeln muss und unterschiedlich werte. Kartenkarten muss ich mit Futterkarten kombinieren. Katzenspielzeug wird wertvoller je mehr unterschiedliche ich habe. Etc.pp. Interessant ist wie ich die Karten bekomme. Ich greife eine Reihe oder Spalte aus einem 3x3-Raster ab. Eine Katzenfigur schränkt die Auswahl ein wenig ein.
Unbenannt2.JPG
Cat Lady in play
Unbenannt2.JPG (52.87 KiB) 389 mal betrachtet
Auch hier ist das Fazit lauwarm. Witziges Kartensammelspiel. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das ständige auffüllen der Kartenauslage nervt irgendwann. Nur eins stört wirklich: Das hier wieder das Klischee aufgegriffen wird, das Katzen Milch trinken. Milch ist nicht gut für Katzen und die meisten trinken sie auch gar nicht. Daher gibt es extra Katzenmilch zu kaufen. Die so behandelt ist, dass sie Katzen nicht schadet. Weil alle Leute ihren Katzen unbedingt Milch geben müssen. Albern...

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Re: Gespielt: 16.07.2018-22.07.2018

#9 Beitrag von ode » 22. Jul 2018, 09:34

Weiter ging es Samstag mit einer neuen Spielerfahrung: Watson & Holmes

Ich bin ja früher großer Krimi-Fan gewesen. Hab besonders die Poirot-Bücher von Agatha Christie verschlungen. Doch auch die ein oder andere Holmes-Geschichte. Daher bin ich hier durchaus Zielgruppe. Das Spiel erinnert mich durchaus an meine eine Partie Sherlock Holmes Criminal-Cabinet. Nur ist es hier so, dass die einzelnen Fälle in eine Fallakte und um die 12-15 verdeckte Ortskarten aufgeteilt sind. Besucht man die Orte, darf man die Karten lesen und erfährt Einzelheiten. Nicht ganz unähnlich zu Time Stories. Nur ist es eben bei W&H so, dass man hier gegeneinander spielt. Die Aufklärung des Falles als erster zu schaffen ist Spielziel. Und in dem Punkt nicht unähnlich zu Das Geheimnis der Abtei. Die Fallakte gibt eine Anzahl an Fragen auf, die es zu lösen gilt. Wer zu Sherlocks Heimatadresse zurück kehrt unternimmt einen Lösungsversuch. Gelingt dies ist die Partie gewonnen. Im anderen Fall dürfen die anderen eine Zeit lang weiter ermitteln. Kriegen aber schon Hinweise, ob ich Fragen richtig beantwortet habe. Kann ja sein, dass mir eine Teillösung gelungen ist...

Das Spiel ist sehr ruhig. Jeder ist mit lesen und seinen Notizen beschäftigt. Viel "Spiel" gibt es hier nicht. Zwar kann man die anderen Spieler mit Schnelligkeit zu einem Ort abhängen oder mal einen Polizeimarker auf eine Karte legen um den Zugang schwerer zu machen. Aber im Kern ermittelt hier jeder vor sich hin. Fall #1 war nicht ganz so schwer zu lösen. System ist nun verstanden. Bin gespannt auf weitere Fälle!

Bin mir aber noch nicht sicher, ob ich das Spiel besser finde als den alten Klassiker, zu dem es doch eine große Nähe hat. Dort ist es auch eine Lesestunde und nicht unbedingt ein Spiel im klassischen Sinne. Aber man liest und ermittelt zusammen. Was eigentlich ein ganz schönes Spielgefühl ist. Bei W&H ist man Einzelkämpfer, Einzelleser und Einzelermittler. Mal sehen, ob die Charakter-Karten, die in Fall 1 nun noch nicht zum Zuge kamen, da noch was ändern. Sicher ist, dass als Deduktionsspiel der große Klassiker Das Geheimnis der Abtei ungeschlagen bleibt. Aber eben auch nur ab 3 Spielern. W&H kamm man im Grunde auch alleine spielen.

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#10 Beitrag von Attila » 22. Jul 2018, 11:49

Hi,

@Ode: Watson & Holmes hört sich echt gut an. Wir mögen aktuell sehr Story-Getriebene Spiele (Exit, Escape, Time Stories, Lagecy of Dragonholt, etc), das könnte gut in unser aktuelles Beuteschema passen. Bin gespannt.

Ein paar schöne Tage an der Mosel verbracht und MissBaybee auf den Keks gegangen. (GeoCachen, Wandern, Kabelkanäle an die Wand schrauben ...), aber das ein oder andere Spiel kam auf den Tisch:

- Paper Tales - ist nach einer Partie schwerz einzuschätzen, da man es erst nach ein paar richtig spielen kann und die ersten 1-3 Partien nur zum lernen der Karten dient. Aber das geht ja flott und leicht von der Hand. Mir hat es für ein 30-45 Min Spiel an sich gut gefallen (so gut das ich es weiter erforschen würde), meine Mitspieler waren leider nicht alle davon angetan. Es ist jetzt nicht durchgefallen, aber nach einer eher zufälligen Partie (keiner kannte die Karten) nicht direkt ne Zweite dranzuhängen interpretiere ich als eher mässig angekommen. Nen Burner wirds für mich sicher nicht werden. Es hat mich etwas an 7 Wonders erinnert. Ist aber noch leichtgängiger und das Sterben der Einheiten hält einen immer am "Spielen" - man kann sich nie auf seiner Engine ausruhen, da die zusammenbricht, wenn man nicht weiter aktiv dran arbeitet.

- Kneipenquiz - 3 Partien. Jedes mal auf der Mittlerenstuf rek. locker gewonnen. Die Fragen aus dem Erweiterungspack sind nicht mehr ganz so abgefahren habe ich das gefühlt. Das man alle 5 Fragen beantwortet und das ziemlich "easy" ist mir bisher noch nicht vorgekommen, aber ggf. waren wir auch einfach gut? :-) - Naja, ich habe das Spiel nicht, spiele es aber gerne mit und habe auch Spass daran, aber so 100% überzeugt mich das einfach nicht. Quizspiele sind einfach ... öde. In der richtigen Gruppe hat man halt trotz des Spiels spass.

- Railways of Nippon - als Age of Steam "light" (ganz so light ist es dann auch nicht) finde ich das Spielsystem immer noch genial. Japan ist recht speziell, weil echt klein. Zu dritt ist es noch ok, zu viert sehr beengt. Aber das ist der Reiz des Spiels. Ich habe hier das Gefühl das die Operations-Karten hier nicht so interessant sind, lag ggf. aber auch an unserer Partie. Es wurden in der ganzen Partie 4 oder 5 genommen (von allen Spielern zusammen). Ich mag zwar die grossen Karten (Eastern/Western US am besten zusammen :shock: ). Nach wie vor, geiles System und Nippon ist auch recht gelungem.

- Robo Rally das Spiel was mich quasi zum "richtigen" spielen gebracht hat in einer zünftigen Männerrunde. Kurzes Rennen mit rel. wenig "Action" (4 Leute), aber mit sehr spassigen Momenten ("ich dreh mich aber jetzt nicht!" - "doch, du hast ne Drehkarte gelegt." - "Ich hab mich vertan!" - "Programmiert ist programmiert."). Love it.

- Mare Nostrum Empires - viel zu selten gespielt. Ich mochte das alte Mare Nostrum schon gerne, aber Empires ist einfach das rundere Spiel. Es fühlt sich irgendwie "episch" an, ist es aber gar nicht - es ist so fokussiert auf das Spielende, das man nach der ersten Runde das Gefühl hat er kann jederzeit zu ende sein. Unsere Partie hat was gedauert (6 Leute und die Regeln waren nicht mehr ganz so sattelfest bei mir ... schande). Zum Glück hat MissBaybee mich darauf aufmerksam gemacht wie ich gewinnen kann- Hab ich dann auch gemacht. :-)

- Würfelland - muss man nicht noch mehr zu schreiben, denke ich. Ist einfach ein super schönes, flottes, geht-immer-mit-fast-jedem-Spiel. Immer wieder gerne.

- Forrest of Fate - juchei - endlich mal gespielt. Ich bin doch etwas überrascht wie gut ich es fand. Es ist halt ein Abenteuererzählspiel. Man ist nach einem heldenhaften Abenteuer auf dem Weg nach Hause und muss einen letzten Wald durchqueren. Der besteht aus einem Pfad von Abenteuer-Karten und die Arbeitet man Karten für Karte ab. Jede Karte ist eine Art Prüfung der man sich auf 4 Arten stellen kann. Als Gruppe entscheidet man dann welcher Held sich der Prüfung stellt (auf welche Art) und dann wird auf klassische Abenteuerbuch-Methode das ganze aufgelöst. Hat man ne Schlucht mit gut zureden versucht zu überwinden? - Naja, mal sehen was da passiert. :-) Von den 36 Abenteuer Karten hat jede 4 Seiten, die Varianz bringen. Je nachdem von welcher Seite die Karte betreten wird, verläuft die Geschichte anders. Mach also 4x4 = 16 Möglichkeiten pro Karte. Dazu kommt dann noch das jede Art eine Fähigkeit verlangt die in 4 Ausprägungen unterschiedliche Resultate ergibt. 16x4 = 64 Möglichkeiten pro Karte -> max 2304 "unterscheidbare Geschichten" im Spiel. Das Story Buch ja jedoch "nur" 1164 Paragraphen. Trotzdem noch reichlich Varianz. Uns (MissBayBee und mir) hat es echt gut gefallen. Nach 4 Karten war die Gruppe quasi tot, aber aber dann haben wir uns aufgerappelt und sind in ziemlich ordentlichen Zustand zuhause angekommen :-)

- Tal der Kaufleute - Schwerkraft Neustes (glaube ich). Erstmal in 2er Runde mit 3 Völkern (nicht das mit den Sonderregeln :-) ) ausprobiert. Ich bin nicht der Deckbuilder-Fan, aber hier muss ich sagen, das spielt sich gar nicht wie ein "klassischer" Deckbuilder. Es ist eigentlich ein Deck-Destrukter. Man kauft primär Karten nur um sie aus dem Deck zu nehmen, was einem den Spielsieg näher bringt. Ziemlich cooler Mechanismus muss ich sagen. Unterm Strich muss man 36 Kartenpunkte auslegen - wobei die "Sortenrein" abgelegt werden müssen in "Häppchen" (1,2,3 ... 8). Die Möglichkeiten der Deckmanipulation sind dabei das A und O würde ich behaupten. Den Ablagestapel zum Nachziehstapel zu machen ist z.B. extrem, wenn man es entsprechend einsetzt. Das "Timing" am Ende die Kartenkombo auf der Hand zu haben, die man braucht ist entscheidend. Das hat echt das Zeug zu einem Erfolgsspiel. Ich bereue nicht direkt Teil 2 und die Miniexpansion geholt zuhaben. Ganz ehrlich: Sowas gehört auf die Nominierungsliste zum SdJ.

Tja, das war es auch schon ...

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#11 Beitrag von Attila » 23. Jul 2018, 20:27

Hi,

Das WE war ein Exit/Escape WE. Die heutige Partie nehme ich einfach mit in den Thread. Doch fangen wir vorne an:

- Der ungelöste Fall von Holmes (iDventure) - sagte mir bisher garnix, ist auch nicht auf BGG zu finden. Trotzdem ein richtig gelungenes Escape, wo alles in sich logisch ist und keine abstrusen und willkürlichen Rätsel zu lösen sind. Sehr stimmungsvoll und mit 2 Stunden geplanter Spielzeit (die wir auch gebraucht haben) doppelt so lang wie die meisten sonstigen Exits. Für mich eines der besten Exit/Escape bisher. Tolles Thema, klasse umgesetzt.

- Exit - das mysteröse Museum (Kosmos) - leider war die Decodierscheibe nicht vollständig, so dass wir das finale Rätsel nur durch trail & error lösen konnten. Wir haben uns zwar die fehlende Scheibe gebastelt, aber das reicht beim letzten Rätsel nicht. Ein etwas frustrierender Verlauf einen ansonsten soliden, aber nicht besonders guten, Exits.

- Escape Room - Casino (Noris) - das letzte Rätsel schlägt dem Fass den Boden aus. Das ist total enttäuschen und hat *überhaupt nichts* mit dem Spiel zu tun. Es ist vollkommen willkürlich und ... echt schlecht gemacht. Und sinnvolle Hinweise sucht man in dem Escape auch vergeblich. Bis dahin war er eigentlich Stimmungvoll gut gut gemacht. Das Finalrätsel sollte wohl in ein anderes Abenteuer. Keine Ahnung was man sich dabei gedacht hat. Echt schlecht!

- Escape Room - Space Station (Noris) - nach dem Casino-Desaster war die Space Station auch inklusive Finalrätsel eine schönes Abenteuer. Sehr stimmig und in sich schlüssige Story. Geht doch!

- Deckscape - Raum in Venedig (Abacus) - schöner neuer Kniff die Spieler in das Spiel einzubinden und zu verhindern das alle Rätsel von dem einen oder 2 gleichen Personen gelöst werden. Hier müssen auch die "ruhigen" ran, ob sie wollen oder nicht. Das hat klasse funktiioniert - auch bei Rätseln wo es gar nicht nötig war. Ein Schloss? - "Lass mich da ran, ich bin der Safe-Knacker!" - Das passt auch wunderbar zum Thema.

Unterm Strich funktionieren alle System immer noch gut. Das Kosmos-System lutscht sich langsam aus, weil es immer irgend eine Spielerei mit der Decodierscheibe oder der Spieleschachtel (oder beides) nicht wirklich interessant ist. Anfangs war das zwar ein "hey, coole idee"-Effekt, aber die Rätsel erscheinen mir langsam etwas einfallslos. Das man gar kein Bohai braucht zeigt Abacus mit Deckscape.

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#12 Beitrag von ode » 23. Jul 2018, 21:34

Deckscape hab ich bisher gar nicht gespielt. Ist mir aber immer von Bekannten abgeraten worden.

Meine liebste Reihe sind die Unlock-Spiele. Hat so was Point&Click-mäßiges!

Aber der erste Escape Room-Fall mit VR war auch ganz cool! Da freue ich mich auf jeden Fall auf den zweiten Fall!

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#13 Beitrag von MissBayBee » 23. Jul 2018, 21:42

Hallo,

ich habe bisher fast alle Systeme gespielt.

Alle haben für sich was Gutes, am wenigsten gerne spiele ich inzwischen die Kosmos Exits.

Das für mich beste System gerade ist Noris, wenn es auch teilweise schwächere Fälle gibt. Danach kommt Think Fun, Unlock, Deckscape und erst zum Schluß Kosmos Exit.

Deckscape schafft es mit minimalem Aufwand, es ist einfach ein Kartenspiel, eine tolle Atmosphäre zu kreieren und vor allem viele Wege des Lösens zu geben. Teilweise arbeitet man gleichzeitig an 4 Kartenstapeln.

Ich würde auf jeden Fall raten mal eins auszuprobieren. Meine Schüler mögen es auch sehr.

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#14 Beitrag von Attila » 23. Jul 2018, 21:56

Hi,

Jau, Deckscape funktioniert zu >2 Spielern imo am besten. Bei Venedig würde ich sogar behaupt das es mit mehr Spielern besser ist als mit weniger (max 6).

Die Kosmos Exits sind inzwischen ein wenig Ideelos finde ich. Think-Fun sind imo die am coolsten gemacht sind. Noris hat natürlich auch was echt gelungenes, aber die Qualität ist echt schwankend (mag an der Menge liegen). Unlock hat echt schwach angefangen, sich dann aber stark verbessert. Die Mystery-Box war super. Deckscape ist imo die "stabilste" - bisher nur gute Abenteuer und keine Ausfälle. Imo wird das echt unterschätzt. Das muss sich nicht vor den anderen Escapes verstecken. Es funktioniert halt etwas anders.

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Re: Gespielt: 16.07.2018-22.07.2018

#15 Beitrag von ode » 23. Jul 2018, 22:13

Ah, also nicht sooo gut für 2 Spieler? Das wäre für uns wichtig.

Grundsätzlich sind diese Rätsel-Spiele ja einfacher zu lösen, wenn mehr Spieler dabei sind die mitwirken. Man hat einfach mehr Ideen und umschifft die Stellen, an denen man mal zu zweit hakt und nicht weiter kommt einfacher.

Ist dies bei Deckscape der Fall oder liegt es an der Mechanik? Kannst du mir eins für 2 Spieler empfehlen? Würde das dann gern mal probieren.

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#16 Beitrag von MissBayBee » 23. Jul 2018, 22:16

Hallo,


ich spiele die Exits nie zu zweit, würde dir aber uneingeschränkt zu Deckscape raten.

LG
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#17 Beitrag von Attila » 23. Jul 2018, 22:49

Hi,

Das gelt jetzt speziell für "Raubin Venedig" - es funktioniert auch zu 2. Es ist halt nur so das zu 6 die Leute zusammenarbeiten müssen. Zu 2 muss man halt zu 2 zusammenarbeiten. Das ist natürlich wesentlich einfacher.
Abgesehen davon funktuoniert es zu 2 genauso wie zu 6. Diesen Mechanismus braucht man zu 2 Leuten halt einfach nicht (bzw. stellt er nur ein einfaches Rätsel dar).

An sich sind die Deckscapes zu 2 aber sicher genauso gut/schlecht wie Exit oder Unlock oder jedes andere Escape.

Atti

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#18 Beitrag von MissBayBee » 29. Jul 2018, 09:35

Hallo,

jetzt komme ich auch mal dazu die Spielewoche mit Atti wenigstens kurz zu beleuchten.

In der kurzen Pause am Dienstag mit dem Haschimitenfürst, kennen gelernt über Twitter, eine Partie Decrypto gespielt. Er war mit 2 weiteren bei uns im Escape Room und natürlich habe ich sie nicht ohne ein Spiel gehen lassen. Ich warte ja immer noch auf meine erste richtig gute Partie... Hier war die richtige Erschwerung, dass der Haschimitenfürst und ich uns überhaupt nicht kennen, sodass wir einige Hinweise sehr wahrscheinlich gar nicht erkennen konnten (Naja, bei David Bowie nicht auf Kobold zu kommen... :o ) und die anderen beiden als Pärchen sich mit Insidern unterhalten konnten. Auf jeden Fall 2 Wenigspielern ein gutes Spiel nahe gebracht , was will man mehr. Dazu dem Haschimitenfürst die Chance gegeben als nicht ganz so irre da zu stehen in seiner Brettspielleidenschaft, da er jemanden vorweisen konnte, der irrer ist... Dabei bin ich so harmlos...

Dann ging es am Mittwoch mit Atti weiter:
Attila hat geschrieben:
22. Jul 2018, 11:49
Paper Tales - ist nach einer Partie schwer einzuschätzen, da man es erst nach ein paar richtig spielen kann und die ersten 1-3 Partien nur zum lernen der Karten dient. Aber das geht ja flott und leicht von der Hand. Mir hat es für ein 30-45 Min Spiel an sich gut gefallen (so gut das ich es weiter erforschen würde), meine Mitspieler waren leider nicht alle davon angetan.
Ja, bei mir ist das Spiel nicht so gut angekommen, das liegt aber bei mir vor allem daran, dass ich eine grundsätzliches Regel missverstanden habe und dadurch die erste Hälfte des Spiels sich als sehr hart angefühlt hat. Zum zweiten habe ich die konsequente Nutzung des generischen Femininums in der Spielanleitung nicht mehr aus dem Kopf bekommen und mir die ganze Zeit während des Spiel Gedanken darüber gemacht, warum der Bäcker, nur der Bäcker ist, aber die Wahrsagerin, die Wahrsagerin, dafür aber die Söldnerin und der Jäger... Da muss eine weitere Partie folgen um das ganze Zeugs aus dem Kopf zu bekommen...
Attila hat geschrieben:
22. Jul 2018, 11:49
Kneipenquiz
geht immer. Ich habe allerdings auch das Gefühl, dass die Fragen aus den Erweiterungen einfacher geworden sind... Oder wir einfach inzwischen zu gut :lol:

Während die Männer am nächsten Abend Railways of Nippon gespielt haben, haben wir Frauen zusammen mit einem Nachbarn, der zum ersten Mal bei uns mitgespielt hat, leichtere Kost auf den Tisch gebracht.
- Memoarrr Mag ich einfach, ist ne schöne Memoryvariante, kommt bei uns immer wieder auf den Tisch.
- Krazy Wordz Immer wieder gut, immer wieder gerne. Mit einer 14 jährigen am Tisch wurde es auch etwas weniger versaut in der Erwachsenen Version.
- Und zum Schluss, als wir nur noch zu zweit waren noch eine Partie Würfelland.

Am nächsten Abend wollte ich dann aber doch lieber wieder was gehaltvolles Spielen also kam Mare Nostrum auf den Tisch. Für mich in der Erstpartie etwas schwer zu überschauen, vor allem zwischen den aggressiven Nachbarn, Atti und Flexfux, die dann am Anfang doch nicht so aggressiv waren wie gedacht.
Attila hat geschrieben:
22. Jul 2018, 11:49
Zum Glück hat MissBaybee mich darauf aufmerksam gemacht wie ich gewinnen kann- Hab ich dann auch gemacht.
Aber irgendwie muss ich dann das Spiel ja doch verstanden haben, wenn ich ihm zu meinen Lasten den richtige Tipp geben konnte (Für mich war es so offensichtlich, dass ich gar nicht darauf gekommen wäre, dass ich ihm irgendetwas verrate...) Muss bald wieder auf den Tisch.

Und wieder als Absacker Würfelland.

Am nächsten Morgen durften Atti und ich dann endlich mal auch schon morgens spielen, war es doch unser letzter Tag.
Attila hat geschrieben:
22. Jul 2018, 11:49
Forrest of Fate - juchei - endlich mal gespielt. Ich bin doch etwas überrascht wie gut ich es fand. Es ist halt ein Abenteuererzählspiel. Man ist nach einem heldenhaften Abenteuer auf dem Weg nach Hause und muss einen letzten Wald durchqueren. Der besteht aus einem Pfad von Abenteuer-Karten und die Arbeitet man Karten für Karte ab. Jede Karte ist eine Art Prüfung der man sich auf 4 Arten stellen kann. Als Gruppe entscheidet man dann welcher Held sich der Prüfung stellt (auf welche Art) und dann wird auf klassische Abenteuerbuch-Methode das ganze aufgelöst. Hat man ne Schlucht mit gut zureden versucht zu überwinden? - Naja, mal sehen was da passiert. Von den 36 Abenteuer Karten hat jede 4 Seiten, die Varianz bringen. Je nachdem von welcher Seite die Karte betreten wird, verläuft die Geschichte anders. Mach also 4x4 = 16 Möglichkeiten pro Karte. Dazu kommt dann noch das jede Art eine Fähigkeit verlangt die in 4 Ausprägungen unterschiedliche Resultate ergibt. 16x4 = 64 Möglichkeiten pro Karte -> max 2304 "unterscheidbare Geschichten" im Spiel. Das Story Buch ja jedoch "nur" 1164 Paragraphen. Trotzdem noch reichlich Varianz. Uns (MissBayBee und mir) hat es echt gut gefallen. Nach 4 Karten war die Gruppe quasi tot, aber aber dann haben wir uns aufgerappelt und sind in ziemlich ordentlichen Zustand zuhause angekommen
Kann ich nur unterstreichen. Direkt mal die Print&Play Version runtergeladen. Hat mir richtig gut in der Kürze gefallen.

Und auch Das Tal der Kaufleute hat mir gut gefallen und ich bin gespannt die anderen Völker auszuprobieren. Gerade die starke Interaktion mit den Kartendecks der anderen Mitspieler macht es für mich zu einem besonderen Deckbuilder. Ich bin gespannt auf eine weitere Partie.

Schön war die ganze Woche mit der kurzen Unterbrechung, erst bei Atti und dann bei mir. Von mir aus hätten wie zwar etwas weniger Wandern und Geo-Cachen gehen können und mehr spielen, es waren aber trotzdem sehr schöne Tage.

LG Martina
Momentane Lieblingsspiele:
Kampagnenspiele: Gloomhaven, 7th Continent, Kingdom Death: Monster, Shadows of Brimstone
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